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Vom ersten Shelly zum mitdenkenden Zuhause: Ein Abend voller Smart-Home-Erfahrungen

Wie wird ein Haus eigentlich „smart“? Und wann eskaliert das Bastler-Hobby zum datengesteuerten Zukunftsprojekt? Am Mittwochabend tauchten wir im MakerSpace[A] tief in die Welt der Heimautomatisierung ein. Roland Schuller nahm uns mit auf eine Reise, die mit einem einfachen Schalter begann und heute komplexe Systeme wie „Peak Shaving“ und Wettervorhersagen steuert.

Der Communityspace war gut gefüllt, als Roland Schuller den Abend mit einer zentralen Frage eröffnete: „Ab wann ist ein Haus eigentlich smart?“ Die Antwort liegt für ihn nicht in teuren Gadgets oder bunten Fernbedienungen, sondern in den Daten und der unsichtbaren Logik dahinter.

Eine Reise mit „Eskalationspotenzial“

Was bei Roland vor einigen Jahren mit einem ersten „Shelly“-Modul (ein kleiner WLAN-Schalter) begann, hat sich mittlerweile zu einem beeindruckenden, datengesteuerten Ökosystem entwickelt. Er erzählte offen und mit einer Prise Humor von seiner Reise und wie das Projekt Stück für Stück „eskaliert“ ist – im positivsten Sinne:

  • Intelligente Temperaturführung: Die Rolladen- und Heizungssteuerung reagiert heute nicht mehr nur auf Knopfdruck, sondern antizipiert die Wettervorhersage, um im Sommer Hitze draußen zu halten und im Winter effizient zu heizen.
  • Energiemanagement der Extraklasse: Besonders beeindruckend waren die Einblicke in das intelligente Laden seines E-Autos und die Batteriesteuerung mit „Peak Shaving“ (dem Abfangen von Lastspitzen), um das Stromnetz zu entlasten und Kosten zu optimieren.

Die Philosophie: Technik, die dient

Trotz all der High-Tech-Lösungen stand ein Satz als Leitmotiv über dem Abend:

„Die ideale Automatisierung ist die, die du nicht bemerkst. Dein Leben soll nicht von deinem Haus bestimmt werden, sondern dein Haus soll dich unterstützen.“

Dieser Ansatz ist Kern unserer Philosophie im MakerSpace[A]: Technik soll kein Selbstzweck sein, sondern echte Probleme lösen und den Alltag erleichtern.

Selbermachen statt Kaufen

Das Beste an Rolands System? Es ist kein geschlossenes, teures Produkt „von der Stange“. Er setzt konsequent auf HomeAssistant. Diese Open-Source-Software ist gratis, extrem flexibel und – wie wir gelernt haben – leicht einzubauen. Roland ermutigte alle Anwesenden, selbst aktiv zu werden: Alles Gezeigte kann zu Hause nachgemacht oder individuell verbessert werden.

Allerdings sprach er auch eine augenzwinkernde Warnung aus: „Vorsicht! Einmal angefangen, will man nicht mehr damit aufhören!“

Austausch auf Augenhöhe

Nach dem Vortrag wurde noch lange bei Getränken gefachsimpelt. Es wurden Dashboards verglichen, Sensor-Tipps ausgetauscht und über die Sicherheit im Smart Home diskutiert. Genau für diesen Austausch ist der MakerSpace[A] da: Wir sind ein Ort, an dem Wissen geteilt wird und man voneinander lernt – vom Anfänger bis zum Profi-Tüftler.

Du hast den Termin verpasst? Kein Problem! Komm einfach an einem unserer offenen Vereinsabende (jeden Montag ab 18:30 Uhr) vorbei. Wir freuen uns darauf, deine Projektideen zu hören!